Gesundes Ich

Gefüllter Kürbis – mit oder ohne Fleisch

Meike Günther

Meike Günther

Gefüllter Hokkaido vegetarisch
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Die Kürbissaison ist eingeläutet. Gerade wenn es kälter ist, schmeckt das Fruchtgemüse herrlich als wärmende Suppe, Risotto oder besonders raffiniert: als gefüllter Kürbis. Ob mit Fleisch, vegetarisch oder vegan – Kürbis aus dem Ofen ist nicht nur vielfältig variierbar, sondern auch reich an vielen wertvollen Inhaltsstoffen für die Gesundheit.

Warum Kürbis gesund ist

Kürbis ist mit nur 25 Kilokalorien je 100 Gramm nicht nur ideal für alle, die auf ihre Figur achten oder abnehmen möchten – das Gemüse ist auch reich an

  • verdauungsfördernden Ballaststoffen,
  • nennenswerten Mengen Beta-Carotin,
  • Vitamin C sowie
  • Mineralstoffen wie Magnesium, Kalzium, Eisen und besonders Kalium.

Durch seine harntreibende Wirkung kann Kürbis lindernd bei Problemen mit Blase und Harnwegen wirken. Die im Fruchtfleisch enthaltene Kieselsäure fördert außerdem eine gesunde Haut, ein straffes Bindegewebe und starke Nägel.

Welcher Kürbis zum Füllen?

Zu den bekanntesten Kürbissorten gehören der nussig-buttrig schmeckende Butternutkürbis, der pikante Muskatkürbis, der aromatische Hokkaidokürbis, der faserige Spaghettikürbis und der sogenannte gelbe Zentner. Ob mit Fleisch, vegetarisch oder vegan – füllen lassen sich alle der genannten Sorten.

Besonders beliebt ist der gefüllte Hokkaido. Der Grund: Seine Schale wird beim Garen so schön weich, dass sie mitgegessen werden kann. An zweiter Stelle rangiert der gefüllte Butternut. Zwar wird seine Schale beim Garen nicht ganz so weich wie beim Hokkaido, allerdings ist die Füllung mit dem weichen, aromatischen Kürbisfleisch ein echter Genuss.

Gefüllter Hokkaido und Butternut: 2 Rezepte mit und ohne Hackfleisch

Ob Butternut oder Hokkaido, gefüllt mit Hackfleisch, Champignons, Käse, Couscous oder Linsen – Möglichkeiten, einen Kürbis zu füllen, gibt es viele. Einfach aufschneiden, aushöhlen, füllen und ab in den Ofen. So lässt sich gefüllter Kürbis immer wieder neu genießen.

Kürbis-Rezept mit Hackfleisch: Gefüllter Butternut

Deftig, würzig, lecker: Gefüllter Butternut lässt sich einfach auslöffeln und ist ein Genuss-Highlight für Groß und Klein.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 Butternutkürbis
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine Zwiebel
  • 200 g Bio-Rinderhack
  • ½ TL Kräuter der Provence
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 2 TL Kürbiskerne
  • etwas frische Petersilie

Zubereitung:

  1. Butternutkürbis mit einem scharfen Messer längs halbieren, die Kerne herauslöffeln und das Fruchtfleisch über Kreuz einschneiden.
  2. Das Fruchtfleisch mit Olivenöl bepinseln, Salz und Pfeffer darüber streuen und für 60 Minuten in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen geben.
  3. Währenddessen Knoblauchzehe und Zwiebel schälen und in kleine Stücke schneiden. In Öl in einer Pfanne glasig andünsten.
  4. Hackfleisch zugeben, gut umrühren und fertig garen. Mit Salz und Pfeffer würzen, getrocknete Kräuter zugeben.
  5. Den vorgegarten Kürbis aus dem Ofen nehmen und mit der Hackmischung füllen. Das weiche Kürbisfleisch, das sich jetzt in Vierecken herauslösen lässt, zum Teil mit der Hackmischung vermengen.
  6. Gemüsebrühe vorsichtig auf die Kürbishälften gießen und abschließend mit Kürbiskernen bestreuen. Noch einmal für 20 Minuten in den Backofen geben.
  7. Petersilie unter fließendem Wasser abspülen und fein hacken.
  8. Kürbis aus dem Ofen nehmen und mit gehackter Petersilie bestreut servieren.

Zubereitungszeit: ca. 90 Minuten

Nährwerte (pro Portion): ca. 494 kcal, Eiweiß 28 g, Fett 35 g, Kohlenhydrate 16 g

Tipp: Wer möchte, kann noch 50 Gramm geriebenen Käse unter das Hack mischen. Die Kalorienmenge erhöht sich damit um etwa 90 Kilokalorien pro Portion.

Gefüllter Kürbis vegetarisch: Fleischlos genießen mit Linsen

Dieses fleischlose Rezept mit Linsen und einem Topping aus Chili, Mandeln und Koriander ist nicht nur optisch ein echter Hingucker, sondern auch herrlich wärmend, lecker und sättigend – gerade jetzt im Herbst.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 Hokkaidokürbis
  • 30 g Butter
  • Salz
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 300 g rote Linsen
  • 1 rote Paprika
  • 1 Handvoll Babyspinat
  • 2 EL Tomatenmark
  • ¼ TL Koriander gemahlen
  • ¼ TL Kumin gemahlen
  • ¼ TL Paprika scharf gemahlen
  • ¼ TL Currypulver
  • Pfeffer
  • 1 rote Chilischote
  • 1 Bund Koriander
  • 40 g gehobelte Mandeln

Zubereitung:

  1. Kürbis waschen, halbieren und die Kerne herauslöffeln. Butter in einem kleinen Topf schmelzen und das Fruchtfleisch mit zerlassender Butter bestreichen, mit Salz bestreuen und für 20 bis 30 Minuten (je nach Kürbisgröße) bei 160 Grad im Backofen garen, bis das Fruchtfleisch weich ist.
  2. Währenddessen die Linsen gut abspülen und nach Zubereitungsanleitung in heißem Wasser kochen.
  3. Paprika waschen, die Kerne entfernen und in kleine Stücke schneiden. Babyspinat waschen und beides mit den fertig gekochten Linsen, Tomatenmark und Gewürzen vermengen.
  4. Vorgegarte Kürbishälften mit der würzigen Linsenmasse füllen und noch einmal für etwa 10 Minuten im Backofen garen.
  5. Chilischote (am besten mit Handschuhen) von den Kernen befreien und in kleine Scheiben schneiden.
  6. Koriander grob hacken.
  7. Die fertigen Kürbishälften mit gehobelten Mandeln, Koriander und Chili bestreut servieren.

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten

Nährwerte (pro Portion): ca. 748 kcal, Eiweiß 47 g, Fett 22 g, Kohlenhydrate 87 g

Tipp: Einfach vor der zweiten Garzeit noch etwas Feta über den Hokkaido krümeln. Das nimmt etwas die Schärfe der Chili und verbindet sich herrlich mit den Linsen. Mit Olivenöl statt Butter und pflanzlichem Feta-Ersatz wird das Rezept vegan. So lässt sich gefüllter Kürbis individuell an die eigenen Ernährungsvorlieben anpassen.

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